Wo die Wilden Tiere wohnen

Nach Port Elisabeth ging es in den Addo Elephant National Park, der Besuch meines ersten Nationalparks in Südafrika. Dadurch konnten wir ins wilde Südafrika eintauchen und die Wildnis genießen, ein unvergessliches Erlebnis. Also genießt mal wieder meine Schnappschüsse.


 Der erste Elephant, den wir entdecken durften

Beinah wären wir an ihn vorbei gefahren, ein Wasserbüffel nur unweit von unserem Auto entfernt


Die Kleinen erinnern mich immer an "Hummelbum"


Durch ein "Versteck", ein Holzwand mit Beobachtungsfenstern für die Besucher,  konnten wir den Kudo und die Warzenschweine am Wasserloch beobachten. 

Tierdokumentation hautnah



Wir hatten noch die Befürchtung den Addo ELEPHANT National Park verlassen zu müssen und nur einen einzigen Elefanten Bullen gesehen zu haben, doch dann sind wir aus sie gestoßen!




Das einzige spannende auf dem Discovery Pfad.

Das waren sie auch schon, ich habe nur eine kleine Auswahl eingefügt, da ich in dem Park unglaublich viele Bilder gemacht habe.

Im nächsten Bericht folgen dann die Bilder von Grahamstown, East London und Coffee Bay. Doch nächste Woche geht es erst einmal auf das Zwischenseminar. Das wird sicherlich auch ein rießiger Spaß!

Die grosse Reise geht weiter!

Nun folgen endlich die naechsten Bilder von meinem Urlaub. Also zurueck lehnen und geniessen.

Joburg
Arts on Main, mittlerweile war ich schon drei mal da
iwasshot in joburg - Ich wuerde sagen, besser kann man Joburg nicht einfangen.



Mein Traum Sofa - aus alten Paletten gebaut
Street Art. Gefunden vor dem Arts on main
before i die i want to ... 


Nach Johannesburg ging es zu unserem Start Punkt unseres dreiwoechigen Roadtrips. Es ging nach "windy city", Port Elisabeth

Kaum ist man angekommen, geht es erst mal zum Strand. Ich glaube an Hand der Fahne kann man gut nachvollziehen, warum es "windy city" genannt wird
Der Hafen von P.E.

Kann man eigentlich genug vom Strand bekommen? Ich nicht, ein Grund mehr an Heilig Abend zum Sardinia Bay zu fahren.

Die Road Trip Truppe. Fuenf Leute in einem Ford Fiesta, es war immer sehr kuschelig
Unvergesslicher Sonnenuntergang

Ich habe mich etwas weiter vor gewagt.
 


Tja, dass wars dann auch schon. Fortsetzung folgt...

Zurück in Soweto

Nach dem ich in meinem letzten Bericht eher weniger zu lesen gegeben habe, gibt es diesmal mehr zu lesen. Seit mittlerweile drei Wochen (wie schnell die Zeit vergeht!) bin ich zurück auf Arbeit und damit zurück im Alltag. Ich muss sagen es ist ein zum einen merkwürdiges und schönes Gefühl nach vier Wochen herumreisen in Südafrika zurück nach Soweto und damit nach Hause zu kommen. An allen Ecken wurden wir freundlich begrüßt, man hat unsere Abwesenheit scheinbar bemerkt und wurden neugierig gefragt, wo wir denn waren. Kaum zu glauben, aber wahr einige dachten wirklich wir wären über Weihnachten zurück zu unserer Familie gefahren. Dabei bietet das Land doch so viele unendlich schönen Seiten, dass man gar nicht aufhören könnte zu reisen. Besonders liebvoll wurden wir von einer Mama aus dem Garten begrüßt, sie wohnt bei uns in der Nähe und so haben wir sie auf unserem Weg auf Arbeit getroffen. Freudestrahlend kam sie uns entgegen und wünschte uns ein frohes Neues Jahr. Besser kann man fast gar nicht zurück in Soweto empfangen werden, oder?! Nicht viel anders war es im Büro, wie wird dann wohl der Abschied in mittlerweile sieben Monaten sein.
Die erste Woche war eher voll gepackt mit Meetings, wie wir erwartet haben, gab es auch eines am ersten Tag. Allerdings wurden wir zu dem eher spontan berufen, noch am morgen hatten wir gefragt ob es denn ein Meeting geben wird und erhielten ein Nein als Antwort. Auf unserem Weg zurück ins Büro erhielten wir dann den Anruf, dass wir schnell ins zum Meeting kommen sollten. Doch das ist Südafrika und da ist ein spontanes Meeting einfach mal möglich. Aber wie in Deutschland werden diese Meetings gerne in die Länge gezogen, allerdings verlief alles etwas unkoordiniert. Naja, das ist halt mal eine andere Arbeitens. Das einzige was am Ende zählt ist doch das man sein Ziel erreicht Neben diesem Meeting folgten noch drei weitere innerhalb nur einer Woche, doch dafür wurde mehr Klarheit geschaffen.

Neues Jahr, neuer Garten. In meinem letzten Beicht, welche ich vor meinem Urlaub veröffentlicht habe, habe ich euch über eine Tunnelbauaktion berichtet, genau dieser Garten gehört nun auch zu unserem Aufgabenbereich, Neben dem Faranani Garten und unserem Sorgenkind Waterworks. Doch auch bei dem neuen Garten läuft nicht alles ganz glatt. Nicht nur das ich den Namen, Joqabi, erstmal trainieren muss auszusprechen - an der Stelle des Q wird ein Klicklaut gesprochen und jedes mal wenn man ihn ausspricht, macht man erstmal eine kleine Denkpause um den Laut richtig auszusprechen. Die Gartenmitglieder sind aus einem Mindshift Training ausgewählt worden, doch ganz gemishifted sind sie nicht. Von ehemals sieben Mitgliedern sind zwei übrig geblieben, diese beiden sehen wir allerdings bei jeden unserer Besuche im Garten arbeiten, was einem ein gutes Gefühl. Allerdings waren sie bei der härtesten Arbeit nicht dabei, dem Seedlings pflanzen. Bisher war in den Tunneln noch die leeren Sandsäckchen zu sehen, in unserer zweiten Woche in Soweto änderte sich das aber. Uns wurden die gespendeten Seedlings geliefert, 3000 Seedlings für drei von fünf Tunnel galt es an einem warmen Sommertag in die Erde zu bringen. Innerhalb von 5 Stunden Arbeit, wobei man vor und nach dem Platzen den Sand wässern muss, wurden alles erledigt inklusive uns. Ich möchte eher nicht wissen wie ich mich gefühlt hätte, wenn die zwei anderen ebenfalls noch hätte bepflanzen müssen. Wenn man allerdings weiß, dass die Gartenmitglieder in wenigen Wochen ihr erstes Geld mit Hilfe des Spinatverkauf einnehmen können, dann gibt das einem ein gutes Gefühl.

Was läuft sonst so auf Arbeit?

Bereits im letzten Jahr haben wir den Computerkurs vom letzten Jahr weitergeführt, doch nun waren wir endlich an der Reihe unseren eigenen neuen Kurs anzufangen. Zwei Stunden von acht haben wir nun bereits abgehalten und ich muss sagen es macht, obwohl ich kein Technik Fan bin, wirklich viel Spaß. Doch es ist auch erstaunlich wie wenig die Kinder über Computer wissen, für den Großteil der Kinder ist es das erste Mal, dass sie einen Computer benutzen. Man selber hatte zu Hause den Vorteil, dass man einen eigenen Computer besaß und viel von den Eltern (noch) lernen konnte. Wir fangen dabei wirklich bei den gröbsten an, wie schließe und öffne ich ein Programm? Wie schreibt man einen großen Buchstaben oder wie fährt man den Computer herunter? Die Kinder sind allerdings sehr interessiert und stellen fleißig Fragen. Die Kinder haben mich schon vorher beeindruckt, denn innerhalb von zwei Tagen haben wir die Elternzettel ausgefüllt zurück bekommen. Wenn ich da an meine Schulzeit zurück denke.. Da hätte das eher etwas länger gedauert.
In einigen Wochen fangen wir auch damit an den Mamas (älteren Damen) aus dem Büro sowie andere Interessierte Computerkurse anzubieten und ich bin schon sehr gespannt den Unterschied zwischen beiden erkennen zu dürfen.

Ende Februar können wir dann uns komplett allein organisiertes Projekt anfangen, den Basketball Club. Marcel hat über den Basketballverein in der Heimat, den Itzhoe r Eagels, Spenden organisieren können. Den Basketball Court haben wir an der Schule, doch was fällt sind die Bälle, Leibchen, Hütchen und Trainer natürlich. Wenn wir Glück haben , können wir am Ende unseres Auslandsjahres noch ein Tunier vielleicht gegen eine ander Schule spielen. Das wäre denke ich nicht nur ein super Abschluss für die Kinder sonder für einen selber auch. In Deutschland hatte ich ja auch meine kleinen Hockeykinder mit denen ich auch immer viel Spaß hatte und die ich auch ein bisschen vermisse. Gestern konnte ich auch meinen „Basketballschüler“ mit Erfolg verzeichnen. Während des Basketballtrainings bei dem ich seit Ende November mitmache, habe ich einem kleinen Jungen die richtige Wurftechnick gezeigt und prombt hat er zwei Körbe hintereinander getroffen!

Wie ich in meiner Fotoserie über Venda geschrieben habe, ist einer meiner Sponsoren der Leipziger Outdoor Ausstatter Tapir. Meinen erster Bericht wurde dort nun veröffentlich, er liegt zwar bereits etwas zurück doch dort findet ihr noch ein paar andere Infos über Soweto. An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal herzlich für eure Unterstützung danken!

Aber das sind nicht die einzigen Plattformen auf denen ich über Südafrika berichte, wie ihr vielleicht wisst bin ich in der WWF Jugend und damit in der WWF Jugend Community. In der wir uns austauschen und wir uns gegeseitig durch Beiträge informieren, dort habe ich auch bereits Artikel veröffentlicht. Hier meine ersten drei: Meine Arbeit, die Energieversorgung Südafrikas und meine Eindrücke während des Plastik-Pausenexperiment.

Venda - im Land, wo Litschis und Mangos wachsen

Nach vier Wochen Urlaub bin ich mittlerweile zurück auf Arbeit. Das bedeutet für euch Bilder anschauen. Die kompletten Berichte, was wir wo gemacht haben, werde ich über den tapir Blog veröffentlichen. Tapir ist einer meiner Sponsoren für mein Freiwilligenjahr hier in Südafirka und mit jedem bei ihm veröffentlichten Bericht, geht ein kleiner Beitrag auf mein Spendenkonto. Bis dahin heisst es gespannt bleiben.

Unser kleiner Spaziergang zum Rondavel

Der Blick vom Rondavel

Der Regen kommt. Das Bild habe ich auf dem Rueckweg aufgenommen.

Wanderung durch die Berge nach einem Verregneten Tag. 

Blick aus den Bergen ueber das Nachbardorf

Tohoyandou - der verzweifelte Versuch Bustickets zu kaufen. Die kleinen Zettel an der Wand suchen bieten Penisverlaengerungen oder Abtreibungen an. Interresse?!

Unsere kleine Malershelferin

Am letzten Tag haben wir das Haus gestrichen. So sehen stolze Maler aus!

Blick ueber das Dorf, Wie man sehen kann findet man keine Toilette im Haus selber






Curtis Mutter kocht fuer uns Venda pap ganz traditionell

Das eigene Maisfeld besitzt hier jeder, woher sonst soll man seinen gelben Mais fuer den pap herrbekommen. Im Supermarkt findet man meist nur den normalen weissen Mais


Der Wassertank aus dem wir immer das Wasser zum baden holen mussten.

Mehr Bilder gibt es naechste Woche, dann aus Johannesburg und Port Elisabeth.


Aus der Reihe getanzt

Im letzten Beitrag habe ich noch geschrieben, dass so langsam der Alltag eintritt. Tja, kaum wurde das zu Papier gebracht schon ist es komplett überholt. Denn der letzte Freitag und Samstag war alles andere als Alltag.

Bereits bei unserem Meeting am Mittwoch wurde uns die Spende von 5 Tunneln für ein neues Gartenprojekt angekündigt und dass diese am Freitag aufgebaut werden müssen, was uns allerdings genau erwartete wurde uns nicht mitgeteilt. Am Freitag morgen war es dann so weit gemeinsam mit ein paar Leuten vom Büro ging es zu dem zukünftigen Community Garten. Dieser Garten soll auf dem Gelände des neu erbauten Departement of Development aufgebaut werden, desweiteren sollen hier ,nicht wie in den beiden anderen Gärten, eher die jungen Leute mitarbeiten. Ein paar von den zukünftigen Gartenmitgliedern waren dann auch bereits eingetroffen und gemeinsam fingen wir an den Boden aufzulockern sowie von Steinen und Müll zu befreien. Dann auf einmal wollte ich meinen Augen kaum trauen, „Wo kommen den die ganzen weisen her?“ Wir waren nur sehr grob in das ganze Projekt eingeweiht und haben das meiste erst viel spaerter und bruchstückhaft heraus finden können. Es handelte sich bei den „Wiessen“( es waren nicht alle ganz weiss), um Mitarbeiter einer Software-Firma, die im normalen Alltag damit beschäftigt ist Programme zu schreiben. Dieser Freitag war mal eine Ausnahme und denn an diesem Freitag stand Spinattunnel bauen auf dem Plan. Die Tunnel wurden von Mr. Plant, einer Gartenbaufirma bzw. Gärtnerei gespendet, dieser hatte alles organisiert und kleines „Teambuilingevent“ daraus veranstaltet. Eine echt tolle und witzige Sache wie ich finde. Alle Softwareentwickler waren in Teams aufgeteilt und haben je einen „local“ zur Seite gestellt bekommen. Jedes Team musste dann einen Tunnel aufbauen und wer am schnellsten seinen Tunnel aufgebaut hat, hat gewonnen. Marcel durfte sich einen Team anschließen, waehrend ich Brian, dem Tunnelspender, zu Seite stand und Mitglied der „Jury“ wurde. Gemeinsam haben wir folgende Titel vergeben: „The princess“, „ Clean your Act“ (schlechtes Verhalten), „the leader“, „the softest one“, „the food adictated und „the bad boy“. Obwohl ich nicht so viel zu tun hatte, war es trotzdem sehr witzig und auch sehr interessant nach dem Lunch mit den anderen zu quatschen. Und wie natuerlich nicht anders zu erwarten, gab es unter den wenigen Mitarbeiter auch einen Deutschensprachiger! Ein Schweitzer, der in Johannesburg eine deutsche Schule besucht hat und seit dem – ca. 20 Jahre- sein Deutsch auch nicht mehr einsetzen konnte. Es ist echt erstaunlich, die Deutschen sind einfach ueberall. Bei Copessa wurden hat sich uns erst letztens ein Deutcher vorgestellt, der das neue Bricksprojekt unterstuetzt.

Am Samstag folgte dann auch schon das naechste grosse Ereignis, die „Health Awareness Campain 2014“. Jedes Jahr beteiligt sich COPESSA gemeinsam mit den Joburg City Parks an den „16 Days of Activism“. Die „16 Days of Activsm“ finden immer zwischen Ende November und Anfang Dezember statt und setzt sich dafuer ein Gewalt gegenueber Frauen und Kinder zu stoppen. Normaler Weise wird ein 5km langer Fun Walk organisiert, dieses Jahr hat es aus Zeitmangel leider nicht geklappt, weshalb es nur einen Aerobic Marathon. Den Flyer fuer diese Veranstaltung haben Marcel und ich vorher gestaltet. Hier mal das Ergebnis unserer kreativen „Erguesse“



Der Aerobic Marathon ging unfaehr zwei Stunden, rund anderthalb Stunden haben die Fitten sich unter Anleitung einer Trainerin auspowern duerften, anschliessend waren die Gogos an der Reihe ein paar Minuten sich sportlich zu betaetigen. Gogos steht hier nicht wie in Deutschland fuer die etwas anderen Taenzerinnen, sondern ist einfach nur der Spitzname fuer Grossmuetter. Nachdem dann alle „Sportler“ mit Wasser und Obst versorgt waren, waren die Redner an der Reihe. Im allgemeinen haben wir nicht so viel verstehen koennen, da der Grossteil der Rede in Zulu gehalten wurde, nur ab und zu mal konnten wir ein Englisches Wort aufschnappen. Als kroenenden Abschluss hatte Martin Pieck, der Gewinner von „Coca-Cola Popstars“, einen Auftritt und hat fuer ordentlich Stimmung gesorgt. Als er dann noch stolz mit uns zwei Deutschen ein Foto machen wollte, war es mal wieder erstaunlich wie beliebt unser Land doch ist, denn auch er hatte unserem Vaterland mal einen Besuch abgestattet.

Da war noch alles ruhig


Meine Tagesaufgabe: Eis fuer das Wasser kaufen

Falls ihr euch wundert, warum sich gleich mal eine ganze Gruppe den Modischen Fehlgriff zur Neongrün getraut hat, es handelt sich hierbei um eine Aerobic Gruppe die diese Farbe als Markenzeichen hat. 

Die Gogos und die "Trainerin"


Naechste Woche stehen die Weihnachtsfeiern fuer Faranani, Waterworks sowie das Office auf dem Programm, Dann geht es auch schon ab in den ein monatigen Sommerurlaub. Bleibt also gespannt, was mich dort so erwartet.

Soweto, the place to be

Wenn sich das Wasser vor unserem Haus sammelt...

“Ey, der Regen ist wie ein kleiner Applaus, drum komm mal kurz raus und lass dich feiern!
Ey der Regen ist wie ’n tobenden Haus, komm mal kurz raus - ich glaub das munter dich auf.”

- Clueso
Du kannst dir gar nicht vorstellen wie oft mir in den letzten Wochen applaudiert wurde und wie oft ich mich selber hätte feiern können. Um ehrlich zu sein, konnte es mich nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr aufmuntern. Wenn du an Südafrika denkst, dann kommt bei dir bestimmt das Bild von Sonnenschein pur mit Menschen, die alle kurze Sachen tragen auf. An manchen Tagen trifft das auch wirklich zu, denn jetzt wo hier der Sommer beginnt, kann die Sonne einem richtig einheizen. Aber in den letzten Wochen kann es hier auch mal schnell ungemütlich werden, denn Sommerzeit bedeutet in Gauteng auch Regenzeit. Wenn man Glück hat fängt es erst Abend an zu regnen - nein, ein ordentliches Gewitter trifft eher zu. Aber an so manchen Tagen wird es recht frisch und die alle mummeln sich richtig ein. Wir Deutschen sind die “kalten” 15°C noch gewohnt, ich weiß du wirst dir jetzt sicher denken “15C davon träume noch“, und ziehen dann gerne noch ein T-shirt an. Während du von Temperaturen um die “15°C” träumst, träume ich von etwas ganz anderem -von gedämmten Häusern. Denn wenn es um die 15°C am Tag ist, kann es in der Nacht schon mal kälter werden und gerade in einem ungedämmten Haus erscheint einem sehr kalt.

peaches! ein paar konnten wir schon probieren
Mittlerweile bin ich schon über zwei Monate in Südafrika, kaum vorzustellen. Marcel und ich haben nun einen Plan erstellt, was wir insgesamt in diesem einem Jahr erreichen wollen und was dafür alles erledigt werden muss. In den Gärten wollen wir die Spinaternte mehr vorantreiben, wobei der Waterworks Garten unser größtes Sorgenkind ist. In diesem Jahr konnten wir dort nicht viel erwirtschaften, weshalb wir nicht in der Lage sind das anstehende Weihnachtsgeld auszuzahlen. Um den Waterworks Garten nicht nur von der Spinat Ernte abhängig zu machen, wollen wir ähnlich wie im Faranani Garte dort Beete anlegen.
Die Community wird bei COPESSA ja groß geschrieben, weshalb wir an zwei Tagen in der Woche einen Verkaufstag für die Community einrichten möchten. An diesem Tag soll das momentan reife Gemüse angeboten werden und dafür sorgen das die Einnahmen stetig bleiben. Im Moment kommen nur wenige Community Mitglieder und kaufen das Gemüse. Außerdem gibt es im Moment nur die Weihnachtsgeldauszahlung mit stetigen Einnahmen können den Gartenmitgliedern jeden Monat eine kleine Summe für sich zur Verfügung haben.
In meinem zweiten Bericht hast du sicherlich gelesen, dass ich geplant hatte gemeinsam mit Marcel einen neuen Computerkurs so bald wie möglich anzufangen. Der neue Computerkurs wurde erst einmal in das neue Jahr verlegt, denn im Moment führen wir noch den alten fort. Die Kinder besitzen schon einige Grundkenntnisse, die ihnen Ben und Bennet beigebracht haben, wir sind gerade dabei dieses Kenntnisse auszubauen und zu vertiefen in dem wir mit Ihnen eine Weihnachtskarte am Computer gestalten. Der nächste Kurs darf dann eine Valentinskarte gestalten für die anderen kommenden Kurse müssen wir uns allerdings noch ein paar Sachen überlegen. Vielleicht hast du ja eine Idee?!
Den Garten Club auch “Young and Green” genannt, den Ben und Bennet angefangen haben, wollen wir ebenfalls bei behalten. Die momentanen Mitglieder des Clubs lassen sich jedoch seit den Beginn der Examen-Phase nicht mehr blicken und auch davor gab es nur wenige regelmäßige Teilnehmer. Wir hoffen mit ein paar Verbesserungen diese Schwierigkeiten mit dem neuen Club zu umgehen und die Kinder mehr für das Projekt zu begeistern.
Innerhalb unseres Jahres wollen wir aber nicht nur alte Projekte fortführen, wir wollen auch unseres eigenes Projekt auf die Beine stellen. Der Faranani Garten umschließt einen Basketball Court, der wie wir feststellen mussten nicht oft zum Basketball spielen genutzt wird. Aus diesem Grund wollen wir für die Kinder der Faranani Primary School ein Basketball Training organisieren. Bevor wir mit dem Training anfangen können müssen wir dazu noch Bälle über Spenden organisieren, so dass wir Anfang des nächsten Jahres mit dem Training beginnen können.

Wie du siehst gibt es viel zu tun und so wird mir garantiert nicht langweilig. Doch so langsam trifft der Alltag ein, man hat sich eingelebt und es kommt eine bestimmte Routine rein. Früh aufstehen, duschen , Frühstücken, dann zur Arbeit. Jeden früh wird der Spinat gegossen, während die Sonne immer höher steig ähnlich wie die Temperaturen. Je nach dem wie viel wir im Büro erledigen müssen und wie viel im Garten zu tun ist, verbringen wir die Zeit an den jeweiligen Orten. Ab und zu nehmen wir noch den Weg zur Mall auf, um die Brote für das Büro und die Kinder zu holen. Schneller als man denkt, schlägt die Uhr dann auch schon vier und alle gehen in den Feierabend. Diese Woche habe ich angefangen mich einer kleinen Basketball Gruppe anzuschließen, die drei mal die Woche auf einem öffentlichen Basketball Court dreimal die Woche trainiert. Dort bin ich zwar das einzige Mädchen und auch die Jüngste, doch es tut wahnsinnig gut sich mehr zu bewegen und sich mal richtig auszubauen. Im Moment lässt meine Wurftechnik allerdings noch zu wünschen übrig und dementsprechend fällt auch meine Trefferquote aus. Dazu muss man auch sagen, dass ich die letzten zwei Jahre kein Basketball mehr gespielt habe und im Mädchen Sportkurs erscheint einem sowie alles leichter.



Am letzten Wochenende konnten wir es mal wieder genießen in Soweto und damit direkt in einer anderen Kultur gelandet zu sein, denn gemeinsam mit zwei Kumpels ging es zu einer 21. Geburtstagsparty in der Nachbarschaft. Feiern, das ist ein sehr wichtiger Bestandteil in der Südafrikanischen Kultur. Die Musik konnten wir schon von weitem hören, während sich in Deutschland der eine oder andere Nachbar über diese Ruhestörung aufgeregt hätte, kommen hier alle Nachbarn vorbei. Sehr gastfreundlich wurde uns erst einmal Essen gereicht - ohne Besteck versteht sich. An die Reaktionen der anderen, dass man auf das dazugereichte Fleisch verzichtet, hat man sich als Vegetarier mittlerweile schon gewöhnt und man bleibt stark. Denn der pap, Maisbrei, und das Chakalaka waren ohne Fleisch sehr gut. Chaka, was?! Chakalaka sind geraspelte Möhren mit Zwiebel, Chilli, Grüner Paprika in Tomatenmark und Öl, der ein oder andere fügt aber auch gerne Bohnen hinzu. Es ist eine südafrikanische Spezialität und sollte man unbedingt mal essen. Das Besteck hat man dabei nicht missen müssen hier ist man mit einer Hand. denn der pap ist wunderbar formbar. Man nimmt sich etwas vom pap, formt eine kleine Kugel und drückt dann etwas platt, so dass man eine kleine Kuhle hat. Mit dem pap vor den Händen werden sie auch nicht klebrig, so dass man in der Lage ist das Chakalaka oder irgend ein anderes Gemüse aufzunehmen. Nach dem Essen wird natürlich getrunken, der Vater des Geburtstagskind lud uns auf ein südafrikanisches Bier ein. Wir hatten schon einiges darüber gehört und waren froh endlich die Möglichkeit zu erhalten es zu probieren. Ein Freund hatte es uns als “Icecream Beer” angekündigt und es ist wirklich sehr cremig. Das Bier wird hier natürlich nicht aus Hopfenblüten gebraut, sondern aus Mais. Der Mais sorgt dagegen für eine leicht säuerlich Note, die man vom Wein gewohnt ist und ist auch nicht ganz so herb wie ein “Deutsches Bier”. Es war auch ein ungewöhnliches Bild, denn typischer weise trinken nur die Männer das Bier und so saß ich da mit Marcel unter all den Männern als weißes Mädchen.

Dann gab es noch eine große Geburtstags-”Zeremonie”, begonnen wird natürlich mit einem prayer - Religion wird hier groß geschrieben. Schon erstaunlich, dass diejenigen den die Religion vor hunderten Jahren aufgezwungen wurden teilweise strengreligiöser sind als die damaligen Unterdrückter. Nach dem prayer folgt natürlich ein Geburtstagslied und sehr ungewöhnlich endliche Reden auf das Geburtstagskind. Ich find es ist aber ein sehr schöne Idee, dass jeder Eltern, Großeltern, Verwandte, Freunde oder Nachbarn eine Rede auf das Geburtstagskind halten und die verbundenen Erlebnisse mit allen anderen teilt. Als alle Reden gehalten worden sind, ging die Feier natürlich richtig los, kaum hatte man ausgetrunken wurde einem etwas neues angeboten und getanzt wurde natürlich auch bis zum Umfallen, mir als besonderer Gast (oh mein Gott, ein Weißer!) wurden natürlich versucht alle Tanzmoves beigebracht. Der besondere Geburtstagsgast musste natürlich festgehalten werden, als ich nur nach einem Stück Kuchen gefragt habe, war danach ein kleines Fotoshooting mit allen Mamas angesagt. Im nahelegenden Club, Casban, fang der Abend dann seinen Ausklang.


Zum Schluss habe ich noch eine Bitte an dich, lieben stillen Leser. In knapp einem Monat ist Weihnachten und Weihnachtszeit ist schließlich Spendenzeit. Auf meinem Förderkreiskonto hat sich bis jetzt noch nicht viel getan, wenn du mir also eine Freude bereiten möchtest und dein Geld nachhaltig einsetzen möchtest, dann schau mal in die rechte Leiste. Dort kannst du ohne ein Numminierung, ohne eine Eiswürfel Dusche, aber mit der Gewissheit, dass dein Geld dort ankommt, wo es ankommen soll, über betterplace.org mich sowie mein Projekt unterstützen. Du musst nicht viel geben, alleine 10 € würden mich glücklich machen und können schon viel bewirken. Mal eine kleines Gedankenspiel: Meine letzten Beträge hatten, um die 25 Klicks. Wenn nur 20 davon 10€ Spenden, wurden insgesamt 200 € auf mein Spendenkonto fließen. Das ist die Summe, die ich für einem Monat brauch.
Wenn du also weiter Berichte von mir lesen möchtest, dann einfach mal die “materiellen” Geschenke dieses Jahr etwas kleiner ausfallen lassen und man macht mehr als nur eine Person glücklich.